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Notfall nahe Langeoog: Seenotretter bringen Passagierin an Land

Frau war plötzlich auf einem Auge blind


Zu einem Notfall auf See rückten die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus. © DGzRS
Zu einem Notfall auf See rückten die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus. © DGzRS

Zu einem medizinischen Notfall auf einem Kreuzfahrtschiff sind die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der Nacht zu Samstag ausgerückt. Das Schiff befand sich laut einer Mitteilung nördlich der ostfriesischen Inseln. Eine Passagierin musste dringend an Land gebracht und in eine Spezialklinik transportiert werden.

Die Frau, eine britische Staatsangehörige, befand sich an Bord des rund 300 Meter langen Kreuzfahrtschiffes Poesia, das auf dem Weg von Southampton nach Hamburg war. Während der Fahrt erlitt sie plötzlich eine Erblindung auf einem Auge. Ein schnellstmöglicher Transport in eine Spezialklinik war medizinisch notwendig. Da ein Hubschraubereinsatz aufgrund der niedrigen Temperaturen und der damit verbundenen Vereisungsgefahr nicht möglich war, alarmierte die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre Bremen, den Seenotrettungskreuzer "Bernhard Gruben" der Station Hooksiel. 

Während der Seenotrettungskreuzer mit Höchstgeschwindigkeit auslief, kam das Kreuzfahrtschiff dem Rettungseinheit entgegen. Gegen 22.30 Uhr trafen sich beide Schiffe nördlich der Insel Langeoog, so die Mitteilung. Bei für das Revier vergleichsweise ruhigen Seegangsbedingungen mit etwa einem Meter Wellenhöhe konnte die Patientin sicher von dem Kreuzfahrtschiff auf den 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer übergeben werden.

Anschließend lief die "Bernhard Gruben" zurück nach Hooksiel. Dort traf gegen Mitternacht nahezu zeitgleich ein bereitgestellter Rettungswagen ein, der die Patientin für den Weitertransport in eine Spezialklinik übernahm.