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Schnee sorgt für viele Verkehrsunfälle in Ostfriesland

Immer wieder gibt es Verletzte – Auch einige Straßensperrungen


Eine Schneeverwehung ist dem Fahrer eines Kleinbusses im Norder Ortsteil Westermarsch zum Verhängnis geworden. © Feuerwehr Norden/Thomas Weege
Eine Schneeverwehung ist dem Fahrer eines Kleinbusses im Norder Ortsteil Westermarsch zum Verhängnis geworden. © Feuerwehr Norden/Thomas Weege

Der Wintereinbruch sorgt auch in Ostfriesland für Chaos auf den Straßen. Alleine im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden hat es am Mittwoch eine ganze Reihe von Verkehrsunfällen gegeben, wie diese heute mitteilte.

Auf der A31 bei Ihlow ereignete sich um 13.06 Uhr ein Unfall mit einem Sattelzug in Richtung Bottrop. Ein 25-jähriger Fahrer verlor wegen winterglatter Fahrbahn die Kontrolle und touchierte die Mittelschutzplanke. Es blieb bei Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich, verletzt wurde niemand, so die Polizei.

Auf der A31 bei Leer in Richtung Bottrop verlor ein 33-jähriger Fahrer eines Sattelzuges gegen 13.24 Uhr aufgrund von Straßenglätte die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Sattelzug kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, es entstand jedoch ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich.

In der Frisiastraße in Emden musste eine 38-jährige Dacia-Fahrerin gegen 14.10 Uhr abrupt bremsen, nachdem ein vorausfahrender Pkw anhielt. Aufgrund der glatten Fahrbahn geriet sie auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem VW Polo. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit, die Frau erlitt leichte Verletzungen.

Auf der Larrelter Straße in Emden kam es gegen 16.50 Uhr an der Kreuzung zur Niedersachsenstraße zu einem Auffahrunfall. Ein 20-jähriger Fahrer konnte seinen VW Up auf winterglatter Fahrbahn nicht rechtzeitig abbremsen und fuhr auf einen haltenden VW Passat auf. Der Passat-Fahrer wurde leicht verletzt, der Sachschaden lag im mittleren vierstelligen Bereich.

Auf der A28 in Richtung Leer geriet ein 23-jähriger BMW-Fahrer um 20.35 Uhr aufgrund von Schnee- und Eisglätte ins Schleudern. Ein nachfolgender Lkw versuchte auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht verhindern und schleuderte den BMW gegen einen Audi A3. Der BMW-Fahrer wurde dabei leicht verletzt.

In einer Schneewehe blieb ein Kleinbus stecken. © Feuerwehr Norden/Thomas Weege
In einer Schneewehe blieb ein Kleinbus stecken. © Feuerwehr Norden/Thomas Weege

Bundesstraße musste gesperrt werden

Auch in anderen Teilen Ostfrieslands hat es immer wieder witterungsbedingte Unfälle gegeben. So ist etwa die Bundesstraße 72  am Mittwochmittag zwischen Aurich und Moordorf nach einem Unfall gut eine Stunde lang blockiert gewesen. Nach Angaben der Feuerwehr kam es gegen 12 Uhr etwa 200 Meter hinter dem Kreuzungsbereich Emder Straße/Wallster Postweg/Heuweg zu einem Unfall. Zwei Fahrzeuge waren zuvor nur knapp einer Kollision ausgewichen, wobei ein Sprinter quer auf der Fahrbahn zum Stehen kam. Der an dem Wagen befestigte Anhänger stürzte jedoch um, sodass die Straße durch die volle Zuglänge versperrt wurde. Der auf der Seite liegende Anhänger wurde von der Feuerwehr wieder aufgerichtet und von der Fahrbahn geschoben. Das zweite Fahrzeug, welches von der Straße abgekommen und auf angrenzenden Bahnschienen zum Stillstand gekommen war, wurde im Anschluss aus dem Gleisbett bewegt.

Kleinbus aus Schneewehe geborgen

Eine Schneeverwehung ist am Mittwochabend außerdem dem Fahrer eines Kleinbusses im Norder Ortsteil Westermarsch zum Verhängnis geworden. Der Mann wollte zurück zu seinem Bauernhof am Altendeichsweg fahren, so die Feuerwehr. Die rund ein Kilometer lange Seitenstraße zu dem abgelegenen Hof war von einer dichten Schneedecke überzogen. In einer kniehohen Verwehung blieb der Mann mit seinem Wagen stecken und das in völliger Dunkelheit. Beim Versuch sich und das Auto in dem Schneegestöber zu befreien, rutschte der Wagen auf eine Grabenkante und drohte bei jeder Bewegung ganz in den Graben zu rutschen. Der Hilflose rief die daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Norden. Vom Standort Leybuchtpolder machte sich zunächst ein Hilfeleistungslöschfahrzeug auf den Weg. Das große Fahrzeug konnte den Mann jedoch wegen des Schnees auf der schmalen Straße nicht erreichen. Ihn überhaupt in der Dunkelheit und bei Schneetreiben zu finden, war schon schwierig für die Feuerwehr. Erst als der Mann mit seinem Handylicht winkte, entdeckten ihn die Feuerwehrleute. Schließlich wurde vom Hilfeleistungszentrum das Tanklöschfahrzeug nachgefordert. Der Unimog ist äußerst geländegängig und verfügt über eine Seilwinde. Mit dem Fahrzeug konnten die Helfer sich den Weg durch Schnee bannen und den Wagen mit der Seilwinde und einer Umlenkrolle befreien. Der geborgene Wagen wurde bei einem anderen Hof abgestellt. Die Feuerwehr geleiteten den Mann anschließend noch fußläufig zu seinem Zuhause, wo dessen Ehefrau bereits auf ihn wartete.