Frau schmuggelt Kokain und Heroin im eigenen Körper

31-Jährige wurde bei Kontrolle am Bahnhof in Weener in Gewahrsam genommen


Sie werden auch Fingerlinge genannt: Mit Gummi ummantelte Drogen-Päckchen, die im Körper geschmuggelt werden. © Zoll
Sie werden auch Fingerlinge genannt: Mit Gummi ummantelte Drogen-Päckchen, die im Körper geschmuggelt werden. © Zoll

Kokain und Heroin in ihrem Körper schmuggelte eine 31-jährige Frau, die eine Emder Zollstreife bereits am 31. Januar am Hauptbahnhof Weener kontrolliert und anschließend festgesetzt hat. Unter ärztlicher Aufsicht im Klinikum in Leer schied die Frau rund 145 Gramm Hartdrogen aus.

Gegen 15 Uhr kontrollierten die Zollbeamten kurz hintereinander am Bahnhof in Weener eine 31-jährigen Frau und einen 51-jährigen Mann. „Im Gespräch wurde meinen Kollegen schnell klar, dass beide gemeinsam reisten und auch gemeinsam Zeit in den Niederlanden verbracht hatten", erklärt Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Oldenburg.

Die Frage der Zöllner nach mitgebrachten verbotenen Gegenständen - insbesondere Betäubungsmittel - verneinten die zwei Reisenden, den Konsum von Drogen in Niederlanden gestand der 51-jährige Mann jedoch umgehend ein. Der Mann und die Frau wirkten laut Zoll „sehr angespannt und nervös“. Ihre Aussagen zu Reisezweck und -verlauf seien teilweise undurchsichtig gewesen, so der Zoll.

Pressesprecher Mauritz weiter: "Bei der direkten Konfrontation beider Passagiere mit unserem Verdacht, dass sie Drogen im eigenen Körper schmuggeln würden, gestand die 31-jährige Frau letztlich, Betäubungsmittel vaginal eingeführt zu haben.“ Vorher hatten die Zollbeamten bereits die Kleidung der beiden durchsucht, Drogenwischtests hatten Drogenkonsum angezeigt.

Unter ärztlicher Aufsicht im Klinikum Leer schied die Frau letztlich zwei mit Gummi ummantelte Drogenpäckchen aus. Diese enthielten rund 145 Gramm Heroin und Kokain. „Wir schützen die Schmuggler in diesen Fällen vor sich selbst. Wer Drogen im eigenen Körper schmuggelt, kann nie sicher sein, dass die Umverpackungen absolut dicht sind. Öffnen sich die Ummantelungen aus Gummi, kann das katastrophale gesundheitliche Folgen haben und natürlich auch zum Tod führen", so Mauritz.

Die Drogen wurden vom Zoll umgehend sichergestellt, entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet. „Die beiden sind wieder auf freiem Fuß, die Weiterreise wurde ihnen gestattet“, so Mauritz. Die weiteren Ermittlungen werden beim Zollfahndungsamt Essen am Dienstsitz Nordhorn geführt.