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Zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurden in Jheringsfehn von Männern angegriffen, die zuvor um Hilfe gebeten hatten. Symbolfoto: Pixabay
RZ. Jheringsfehn - 10. Juli 2021

Mit Fäusten auf Sanitäter eingeschlagen

Hilfesuchende verletzen Rettungskräfte

Zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes erlitten gestern Nachmittag gegen 15.45 Uhr bei einem Einsatz in der Georgswieke in Jheringsfehn (Moormerland) leichte Verletzungen, nachdem sie von den ursprünglich Hilfesuchenden attackiert wurden.

Wie die Polizei heute mitteilte, hatte ein 24-jähriger Mann die Rettungskräfte wegen gesundheitlicher Beschwerden eines 57-jährigen Familienangehörigen alarmiert. Als die Sanitäter am Einsatzort eingetroffen waren und bereits erste Untersuchungen durchführten, wurden die beiden Hilfesuchenden zunehmend aggressiv. Der 57-Jährige forderte die Beförderung in ein Krankenhaus seiner Wahl.

Weil dies nicht möglich war, beleidigte der 57-Jährige die beiden Rettungskräfte und fing an, mit Fäusten nach ihnen zu schlagen und sie zu schubsen. Nunmehr mischte sich auch der Jüngere ein und schlug mit Fäusten nach den Rettungskräften. Während einer der Sanitäter den Schlägen ausweichen konnte, wurde der andere im Gesicht getroffen. Bei den Übergriffen verletzten sich beide Helfer leicht. Sie verließen den Ort des Geschehens und informierten die Polizei.

Aufgrund der abgebrochenen Behandlung des 57-Jährigen konnte ein etwaig vorliegender Notfall noch nicht ausgeschlossen werden, sodass eine andere Rettungswagenbesatzung und ein Notarzt mit Unterstützung der Polizei zum Einsatzort entsandt wurden. Da eine akute medizinische Notlage nach der Untersuchung durch den Notarzt ausgeschlossen werden konnte, wurde Einsatz beendet. Zu weiteren Übergriffen kam es nicht. Die beiden Moormerländer müssen sich nun wegen tätlichen Angriffs auf Hilfeleistende strafrechtlich verantworten.

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