Titelbild
Mit dem Seenotrettungskreuzer »Hamburg« waren die Seenotretter der Station Borkum für einen verletzten Fischer im Einsatz. Foto: Zobel/DGzRS
RZ. Greetsiel - 23. November 2021

Seenotretter helfen verletztem Fischer

31-Jähriger wurde von Draht am Rücken verletzt

Auf einem Muschelkutter hat sich ein Fischer am Montag während einer Fangreise westlich von Greetsiel verletzt. Er benötigte dringend medizinische Hilfe. Die Seenotretter der Station Borkum brachten den Mann mit dem Tochterboot »St.Pauli« des Seenotrettungskreuzers »Hamburg« sicher an Land. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.

Der Kapitän des Muschelkutters »Andrea« (Heimathafen: Norddeich) hatte die Seenotretter der Station Borkum gegen 11.30 Uhr alarmiert: Bei Arbeiten an Bord war ein Draht am Fanggeschirr gerissen und hatte einen Fischer mit voller Wucht am oberen Rücken getroffen. Der verletzte 31-Jährige benötigte dringend medizinische Hilfe. Der Kutter befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Osterems etwa 6,5 Kilometer westlich der Schleuse Leysiel bei Greetsiel.

Bereits wenige Minuten später liefen die Borkumer Seenotretter mit der »Hamburg« in Richtung Unglücksstelle aus. Vor Ort mussten sie aufgrund der geringen Wassertiefe im Flachwassergebiet des Watts allerdings die letzten Meter mit dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers zurücklegen. Mit der »St. Pauli« gingen sie beim Muschelkutter längsseits. Zwei als Rettungssanitäter ausgebildete Seenotretter stiegen bei ruhiger See auf die »Andrea« über. Dort stabilisierten sie zunächst den Mann, bevor sie ihn auf einer speziellen Bergungstrage liegend auf das Tochterboot übernahmen. An Bord versorgten die Seenotretter den Patienten weiter und brachten ihn zur Schleuse Leysiel. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst.

Lese-Modus