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Mit weiteren Einschränkungen will der Landkreis Leer Herr über die nach wie vor dynamische Corona-Lage werden. Foto: dpa
RZ. Kreis Leer - 31. März 2021

In Weener ist die Nacht tabu

Ausgangssperre und neue Maskenpflicht: Was ab morgen gilt

Der Landkreis Leer verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen die nach wie vor hohe Zahl an Corona-Infektionen. Mit zwei neuen Allgemeinverfügungen, die ab dem morgigen Donnerstag in Kraft treten, soll die Lage beruhigt werden. Dazu gehört auch eine Ausgangsbeschränkung, die unter anderem im Bereich der Stadt Weener, aber nicht in den Gemeinden Bunde und Jemgum gilt. Das ist zu beachten:
Ausgangsbeschränkung: Das Verlassen des privaten Wohnbereichs ist in der Zeit von 21 Uhr bis um 5 Uhr des Folgetages ist untersagt. Die Ausgangsbeschränkung ist beschränkt auf die Gebiete der Gemeinden Westoverledingen, Ostrhauderfehn, Rhauderfehn, Uplengen, Moormerland, der Samtgemeinde Hesel sowie den Städten Leer und Weener.
Ausnahmen sind nur unter folgenden Bedingungen möglich:
1. Die Inanspruchnahme einer notwendigen medizinischen, psychosozialen oder veterinärmedizinischen Behandlung.
2. Berufliche Tätigkeit.
3. Der Besuch von Gottesdiensten und ähnlicher religiöser Veranstaltungen.
4. Die Begleitung und unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger.
5. Die Ausübung einer Tätigkeit zur Gefahrenabwehr.
6. Die Begleitung und Betreuung von sterbenden Personen und Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen.
7. Unaufschiebbare Handlungen zur Versorgung von Tieren.
8. Die Durchfahrt durch das Gebiet im überregionalen öffentlichen Personenverkehr oder in Kraftfahrzeugen
9. Sonstige vergleichbar gewichtige und unabweisbare Gründe.
Sollten Polizisten oder Behördenvertreter Kontrollen vornehmen hat der Bürger die Befreiuung von der Ausgangsbeschränkung notfalls durch Dokumente nachzuweisen, so der Landkreis in seiner Verfügung.
Maskenpflicht:
Verschärft werden jetzt vom Landkreis Leer die Vorgaben zum Tragen von Masken als Schutz vor Corona-Ansteckung. Die neue Allgemeinverfügung sieht vor, dass Menschen aus verschiedenen Haushalten, die gemeinsam ein privates Kraftfahrzeug nutzen, alle eine medizinische Maske tragen müssen. Nicht zusammenlebende Paare gelten dabei als ein Haushalt. Bisher galt diese Vorgabe lediglich bei dienstlichen Fahrgemeinschaften, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei dienstlichen Fahrten.
Ausnahmen:
Das Tragen einer Maske gilt nicht für Personen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung (ärztliches Attest oder Ähnliches notwendig) und für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres.
Beide Allgemeinverfügungen dauern zunächst bis zum 18. April an. Sie können nach Kreisangaben jedoch verlängert werden, falls nötig.

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