Dienstag, 29. September 2020
Titelbild
Ein 33-jähriger Mann machte in drei Kirchen in den Gemeinden Rhauderfehn und Ostrhauderfehn durch lautes Geschrei und den Ausruf »Allahu Akbar« auf sich aufmerksam. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest. Foto: Polizei
RZ. Rhauderfehn - 12. Januar 2020

Kirchgänger in Angst und Schrecken versetzt

Gottesdienste mit lautem Geschrei gestört - 33-Jähriger festgenommen

Ein 33-jähriger Mann aus Rhauderfehn hat heute Vormittag die Besucher von Gottesdiensten in drei Kirchen der Gemeinden Rhauderfehn und Ostrhauderfehn durch Geschrei und den Ausruf »Allahu Akbar« in Angst und Schrecken versetzt. Der von der Elfenbeinküste stammende Mann, der einen verwirrten Eindruck machte, wurde vorläufig festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Waffen oder andere gefährliche Gegenstände wurden nicht bei ihm gefunden. Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es bisher nicht.

Den Angaben zufolge wurde der Polizei um 9.55 Uhr mitgeteilt, dass ein Mann in der Hoffnungskirche am Untenende in Rhauderfehn den Gottesdienst durch lautes Geschrei gestört haben soll. Anschließend begab er sich in die katholische Kirche an der Kirchstraße in Rhauderfehn und machte dort während des Gottesdienstes ebenfalls durch Schreie und den muslimischen Ausruf »Allahu Akbar« (»Gott ist groß«) auf sich aufmerksam. Danach fand er sich in der Petruskirche an der Kirchstraße in der Gemeinde Ostrhauderfehn ein, auch hier störte er den Gottesdienst. Nach derzeitigen Informationen der Polizei soll der 33-jährige Ivorer dort Kirchgänger auch verbal bedroht haben. Einige von ihnen hätten daraufhin fluchtartig den Gottesdienst verlassen. Der Mann sei daraufhin ebenfalls gegangen.

Die Polizei, die zu diesem Zeitpunkt bereits nach dem Mann fahndete, konnte ihn gegen 11.20 Uhr in Höhe des Gewerbegebietes an der Hauptstraße in Ostrhauderfehn ausfindig machen und vorläufig festnehmen. Bei den anschließenden Durchsuchungsmaßnahmen habe der 33-Jährige erheblichen Widerstand geleistet, heißt es in der Pressemitteilung. Die Beamten hätten ihn fixiert und zur Dienststelle gebracht.

Bei der Durchsuchung des Mannes und seiner mitgeführten Sachen wurden keine Waffen oder andere gefährliche Gegenstände gefunden. Beamte des Staatsschutzes der Polizeiinspektion Leer/Emden haben die Ermittlungen aufgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keinerlei Hinweise, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelte. Während der Aufnahme des Sachverhalts habe der 33-Jährige »einen verwirrten und psychisch auffälligen Eindruck« gemacht. Aus diesem Grund wurde auch der Landkreis Leer über den Vorfall in Kenntnis gesetzt und der Mann in eine Fachklinik eingewiesen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde durch den Einsatz niemand verletzt. Durch die Staatsanwaltschaft Aurich wurden weitere Maßnahmen zur Klärung des Geschehens beschlossen.

Lese-Modus