Donnerstag, 21. März 2019
Titelbild
Nach einem Kellerbrand in einem Mehrparteienhaus in Leer, das als Unterkunft für Asylbewerber dient, mussten drei Menschen wegen eingeatmeten Rauchs ins Krankenhaus gebracht werden. Symbolfoto: Klemmer
RZ. Leer - 12. Januar 2019

Feuer im Keller aus noch ungeklärter Ursache - Drei Menschen im Krankenhaus

Brand in Unterkunft für Asylbewerber

In einem Mehrparteienhaus an der Straße »Unter den Eichen« in Leer, das als Unterkunft für Asylbewerber dient, ist es am Freitagabend aus noch ungeklärter Ursache zu einem Kellerbrand gekommen. Bei der Flucht aus dem Haus atmeten mehrere Menschen größere Mengen Rauch ein, wie die Kreisfeuerwehr mitteilte. Demnach wurden insgesamt 13 Menschen durch den Rettungsdienst untersucht und drei von ihnen ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei wurde eine 44-jährige Bewohnerin

leicht verletzt. Das Haus musste evakuiert werden und ist vorerst unbewohnbar.

Als die Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwehren aus Loga, Logabirum und Leer gegen 20.15 Uhr eintrafen, war das Treppenhaus bereits verraucht und mehrere Menschen befanden sich noch im Haus. Eine Person galt als vermisst. Unter schwerem Atemschutz suchten die Einsatzkräfte sofort die Wohnungen ab, konnten aber niemanden mehr finden. Später stellte sich heraus, dass sich die vermisste Person bereits ins Freie gerettet hatte.

Unterdessen gingen die Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung vor. Mit dem in Loga stationierten Löschsystem »Cobra« konnten die Temperaturen im unter Vollbrand stehenden Keller binnen weniger Minuten massiv heruntergekühlt werden, so die Kreisfeuerwehr. Im Anschluss gingen mehrere Trupps vor, löschten letzte Glutnester ab und räumten diverse Gegenstände aus dem Keller.

Wie die Kreisfeuerwehr weiter erläuterte, war es durch den hohen Brandschaden im Keller erforderlich, dass komplette Gebäude vom Strom zu trennen. Zudem war der Rauch über das Treppenhaus in mehrere Wohnungen gezogen, sodass die Bewohner vorerst nicht zurück ins Haus konnten. Über das Ordnungsamt wurden Notfallunterkünfte organisiert und die Bewohner anschließend unter anderem durch die Feuerwehr dort hingebracht.

Insgesamt wohnten neun Menschen in dem Haus. Durch die verbundenen Keller war auch Rauch ins Nachbarhaus gezogen, welches vorübergehend ebenfalls geräumt wurde. Hier konnten die Bewohner aber später am Abend zurück in ihre Wohnungen.

Die Polizei hat einen Teil des Gebäudes beschlagnahmt, um die Brandursache zu ermitteln. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, blieb zunächst unklar. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurde das Technische Hilfswerk (THW) angefordert, um alle Zugänge zu verschließen und das Gebäude zu sichern. Der Einsatz für die Feuerwehrleute war nach rund drei Stunden beendet.

Lese-Modus