Donnerstag, 21. März 2019
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Die zehn Kilogramm Marihuana mit einem Schwarzmarktwert von 100.000 Euro befanden sich im Kofferraum eines Autos, das aus den Niederlanden eingereist war. Foto: Hauptzollamt Oldenburg
RZ. Remels/Rheiderland - 11. Januar 2019

Kontrolleinheit gelingt größter Fund seit Jahren in der Region

Zoll findet zehn Kilo Marihuana

Eine Zollstreife hat am Dienstagnachmittag auf der Autobahn 28 insgesamt zehn Kilogramm Marihuana in einem aus den Niederlanden eingereisten Auto sichergestellt. Es handele sich um den größten Fund an Marihuana in der Region seit Jahren, teilte Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg, heute mit. Der Schwarzmarktwert belaufe sich auf 100.000 Euro.

»Meine Kollegen befanden sich auf Kontrollstreife zwischen der Autobahnausfahrt Apen/Remels und Westerstede in Fahrtrichtung Oldenburg, als sie von einem weißen Pkw überholt wurden«, so Mauritz. »Mit der Entscheidung, das Fahrzeug für eine nähere Kontrolle auszuwählen, lagen sie goldrichtig.«

Die Anhaltesignale des Zoll-Streifenwagens wiesen den Autofahrer an, bis zu einem nahegelegenen Rastplatz zu folgen. Vor Ort befragten ihn die Zöllner mehrsprachig nach mitgeführten Waren, insbesondere Betäubungsmitteln. Der 52-jährige Niederländer verneinte zwar, seine Kofferraumladung offenbarte jedoch Gegenteiliges, so Mauritz: »Eine detaillierte Absuche des Fahrzeug war nicht erforderlich. Schon beim Blick in den Kofferraum fanden unsere Zoll-Kontrolleure zwei große Reisetaschen, die mehrere Plastikbeutel mit knapp zehn Kilogramm Marihuana enthielten.«

Im Mai 2018 war Zöllnern der Kontrolleinheit ein ähnlich gelagerter Fund von fünf Kilogramm Marihuana gelungen. Die jetzt sichergestellten zehn Kilogramm sind damit der umfangreichste Aufgriff seit Jahren.

Der Autofahrer und mutmaßliche Drogenschmuggler wurde vorläufig festgenommen, die Betäubungsmittel wurden umgehend sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich erging Haftbefehl, der gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Die weiteren Ermittlungen werden beim Zollfahndungsamt Hannover am Dienstsitz Bremen geführt.

Wie der Pressesprecher ausführte, gab es zum Jahreswechsel viele Drogenfunde durch den Zoll. In diesen Tagen seien Zollstreifen aus Emden, Papenburg und Norden in insgesamt 29 Fällen durch Kontrollen im niederländischen Grenzgebiet fündig geworden. Häufig habe es sich um kleinere Mengen an illegalen Cannabisprodukten gehandelt (insgesamt zirka 100 Gramm). Aber auch Amphetamin (200 Gramm), Ecstasy (32 Gramm) und drei verbotene Waffen konnten die Zöllner seit dem 30. Dezember bis heute finden und sicherstellen.

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