Montag, 17. Dezember 2018
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»Nach Auswertung der Aussagen und der Unfallspuren dürfte insbesondere das schnelle Eingreifen der Ersthelfer vor Ort einen sehr tragischen Unfall verhindert haben«, berichtete heute die Papenburger Polizei über einen Verkehrsunfall in Surwold, bei dem ein Auto in Surwold in den Küstenkanal bereits am Montagabend geschleudert worden war. Symbolfoto: Pixabay
RZ. Surwold - 06. Dezember 2018

Auto in Surwold in Küstenkanal geschleudert - Beherztes Eingreifen

Ersthelfer retten Schwangere und Kinder

Durch das Eingreifen von insgesamt sieben Ersthelfern sind die Leben von zwei Kindern und ihrer schwangeren Mutter am vergangenen Montagabend in Surwold womöglich gerettet worden. Das teilte die Polizei heute mit. Die Männer holten die drei Menschen aus dem Küstenkanal, in den sie zuvor nach einem Unfall auf der B 401 mit dem Auto gesteuert waren. Der Fahrer konnte sich befreien.

Wie die Polizei berichtete, ereignete sich der Unfall gegen 20 Uhr. Ein 26-jähriger Mann aus Dörpen fuhr aus Richtung Oldenburg kommend mit seinem Audi A 6 auf der Bundesstraße, als ohne ersichtlichen Grund ein entgegenkommender Dacia zunächst nach rechts von der Fahrbahn abkam und dann beim Gegenlenken die Fahrbahn des Audi kreuzte. Nur durch eine Vollbremsung konnte ein Zusammenstoß verhindert werden. Der Dacia schleuderte mit seinen vier Insassen im weiteren Verlauf in den Küstenkanal. Lediglich der 33-jährige Fahrer aus Köln konnte sich unverletzt und selbstständig befreien.

Im Fahrzeug verblieben die schwangere Ehefrau und zwei Kinder im Alter von vier und fünf Jahren. In einem Wohnhaus, unmittelbar an der Unfallstelle, bemerkten sechs Arbeiter den Unfall. Sie alle eilten sofort zur Hilfe und begaben sich dafür auch in das Wasser des Kanals. Auch der 26-jährige Fahrzeugführer des Audi griff beherzt ein und verletzte sich dabei noch beim Einschlagen einer Autoscheibe, teilte die Polizei weiter mit. Gemeinsam gelang es den sieben Ersthelfern die Insassen aus dem Fahrzeug zu befreien. Die 31-jährige Mutter sowie die vierjährige Tochter verletzten sich leicht. Der fünf Jahre alte Sohn verletzte sich schwerer und wurde in ein Krankenhaus gebracht, das er mittlerweile wieder verlassen konnte. Am Pkw der Familie entstand Totalschaden. Nach Auswertung der Aussagen und der Unfallspuren dürfte, so die Polizei, insbesondere das schnelle Eingreifen der Ersthelfer vor Ort einen sehr tragischen Unfall verhindert haben.

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