Sonntag, 17. Dezember 2017
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RZ. Hatshausen - 11. Oktober 2017

Ausflugsschiff war mit 20 Passagieren auf dem Fehntjer Tief havariert

Feuerwehr schleppt »MS Gretchen« frei

Am späten Dienstagnachmittag war nach einem Bootsunfall auf dem Fehntjer Tief ein Großaufgebot von Feuerwehren und Rettungsdienst im Einsatz (die RZ berichtete). Auf dem manövrierunfähigen Ausflugsschiff »MS Gretchen« saßen insgesamt 20 Passagiere, darunter 14 Menschen mit Behinderung, fest.

Um kurz nach 17 Uhr ging der Notruf des Ausflugsschiffes »MS Gretchen« bei der Regionalleitstelle ein. Das Schiff war auf einer Tour über das Timmeler Meer und dem Fehntjer Tief. An einem

Wendepunkt wollte das Boot umkehren, um wieder Kurs auf Timmel zu nehmen, dabei lief die »MS Gretchen« auf Grund.

Nach einer ersten Lageeinschätzung wurden die Feuerwehren aus Hatshausen und Warsingsfehn sowie der Wasserrettungszug der Kreisfeuerwehr alarmiert. Aus dem Landkreis Aurich wurde die Feuerwehr West-Mitte Großefehn außerdem hinzugezogen, um vom Timmeler Hafen aus mit einem Boot zur Einsatzstelle zu fahren. Ebenfalls aus dem Timmeler Hafen machte sich ein weiteres Ausflugsschiff auf dem Weg. Die Regionalleitstelle löste vorsorglich »MANV« Alarm aus (Massenanfall an Verletzten). Diverse Rettungswagen und ein Leitender Notarzt rückten mit aus.

Die Feuerwehr erreichte den Havaristen zunächst mit einem Schlauchboot. Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gingen an Bord. Alle Passagiere und auch die beiden Besatzungsmitglieder waren unverletzt. Dennoch drängte, wegen der einbrechenden Dunkelheit, die Zeit, alle Passagiere und die Besatzung in Sicherheit zu bringen.

Die Wasserrettung war mit zwei Booten zu Wasser gegangen und erreichte die »MS Gretchen« wenig später. Mit dem leistungsstarken Boot der Kreisfeuerwehr gelang es den Einsatzkräften dann, den Havaristen freizuschleppen. Das Ausflugsschiff konnte seine Fahrt zum Hafen nach Timmel dann aus eigener Kraft fortsetzten. Die Einsatzboote der Feuerwehr begleiteten die »MS Gretchen« dennoch,

weil dem Schiff eine ausreichende Beleuchtung für Fahrten bei Dunkelheit fehlt.

In Timmel konnten dann alle 18 Passagiere und die zwei Besatzungsmitglieder das Boot unverletzt verlassen. Der Einsatz dauerte insgesamt rund drei Stunden.

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